Projektinformationen

Bauherrschaft: BBL Bundesamt für Bauten und Logisitik Bern

Projekt / Ausführung: 2014 bis 2017

Baukosten: 3,3 Mio. CHF

Referenzblatt als PDF...

 

Beschrieb des Bauwerks

Das Bundeshaus Nord liegt im Parlamentsperimeter in unmittelbarer Nähe des Bundeshaus Ost, des Parlamentsgebäudes und der Schweizerischen Nationalbank. Als Bundes-ratssitz ist es ein Gebäude mit repräsentativer Bedeutung. Zur Erschliessung der neuen Besprechungs- und Archivräume im 2. und 3. UG des Innenhofs muss ein Teil des historischen Gebäudes ebenfalls bis ins 3.UG erweitert werden.

Funktion innerhalb des Projektes

Projekt und Bauleitung für die Unterfangungs- und Instandsetzungsarbeiten. Nachrechnen des Gebäudes bezüglich Erdbebensicherheit und Anordnen von Verstärkungsmassnahmen.

Besonderheiten im Projekt

Die Unterfangung der Innenhoffassade sowie der Korridor- und Treppenhauswände im Mitteltrakt. soll möglichst setzungsfrei erfolgen. Die massiven Wände aus Mauerwerk und Naturstein müssen durch Stahlträger abgefangen oder mit neuen, unterbetonierten Wänden bis zur neuen Fundation gezogen werden. Damit die wertvolle Treppenanlage und die Korridorböden nicht durch Setzungen infolge Lastumlagerungen beschädigt werden, wurde ein etappiertes Unterfangungsverfahren für die Rohbauarbeiten gewählt. Einzelne Schächte von ca. 2.0 x 2.50 m Grundfläche wurden etappenweise bis auf die Fundation in 8 Meter Tiefe ausgehoben. Darüber liegende Gebäudeteil wurden mittels Flachpressen und einer Kraft von 250 kN (25 Tonnen) aufgepresst.
Der Nachweis der Erdbebensicherheit verlangt vertiefte Kenntnisse betreffend der Beurteilung historisch wertvoller Gebäude und deren Bauweise.
Die Kassettendecke über dem 3. OG, eine Stahlbetonkonstruktion aus dem Jahr 1915, musste Instand gesetzt werden, was mit sorgfältiger Reprofilierung und Spritzbetonauftrag gelang.